Vor mehr als 150 Jahren galt der „Sicherheitssprengstoff“ (Erfinder Alfred Nobel) als Helfer bei der Gartenarbeit und beim heute geächteten Dynamitfischen. Im Gespräch mit der Remstalexilantin Martina Schneider nähern sich Publikum und Montagegruppe mit Bildern und Filmschnipseln dem Thema an.
„Rechnet man hierzu noch die durch das Dynamit herbeigeführte enorme Förderung von Sprengarbeiten unter Wasser, die geringere Gefährlichkeit der Sprenggase desselben bei unterirdischen bergmännischen Arbeiten, die durch diesen Explosionsstoff vermittelte leichte Bewältigung von Eisstauungen in großen Strömen, endlich eine Reihe von Culturzwecken im eigentlichen Sinne des Wortes, welchen das Dynamit dient, nämlich Rodungsarbeiten und Tiefbodencultur von Ackerland, so rechtfertigt sich die vorhin aufgestellte Behauptung von den höchst anständigen Charakterseiten dieses Vielgefürchteten. Daß übrigens sowohl das Militär wie die Herren von der Marine in dem Dynamit ein sehr schätzbares Material beim Miniren wie auch beim Torpedowesen entdeckt haben, ist bereits genügend bekannt. Erwähnenswerth mag der Umstand sein, daß der französische Cavallerist zu seiner neuesten Ausrüstung auch ein Täschchen zur Aufnahme von zwei Dynamitpatronen erhalten hat, sodaß künftighin schon ein starkes Reiterdetachement Viaducte, Eisenbahnen, Brücken etc. wird zerstören können.“ (Die Gartenlaube Heft 24, 1881)