Termine

+++ Montag 02.02.2026, 20:30 Uhr:
Theater Rampe, Filderstrasse 47, Stuttgart

The Gaze – Wie Blickregime unsere visuelle Kultur prägen

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Der Vortrag der Szenografin Ruth Scheel untersucht Erzählweisen und hinterfragt Stereotypen: Wie beeinflussen historische Epochen und deren spezifische visuelle Ordnungen, sogenannte „scopic regimes", die Wahrnehmung und Organisation der Welt? Schauen, betrachten, erblicken, ansehen, fixieren, beobachten, wahrnehmen – es gibt unzählige Möglichkeiten Dinge, Menschen, Verhältnisse mit den Augen zu erfassen. Die Analyse der vielschichtigen Arten des Sehens ermöglicht es, Machtstrukturen und Ideologien zu erkennen, die in visuellen Darstellungen eingebettet sind. Wie formen Blickhierarchien und Sehgewohnheiten unser Verständnis von Gender, Race, Class, Identität und anderen sozialen Kategorien? Was sind die Mechanismen, die unseren Blick, die Art und Weise wie wir sehen, prägen?
 
„Der bestimmende männliche Blick projiziert seine Fantasie auf die weibliche Figur (…) In ihrer traditionellen exhibitionistischen Rolle werden Frauen zugleich betrachtet und zur Schau gestellt. ihr Erscheinungsbild ist auf eine starke visuelle und erotische Wirkung hin codiert, sodass sie auf ihr Angeschaut-Werden festgelegt werden.“ (Laura Mulvey)