Termine

+++ Montag 18.01.2016, 20:30 Uhr:
Theater Rampe, Filderstraße 47, Stuttgart

100 Fragen an Elfriede Jelinek (beantwortet von Martina Grohmann)

Sie hat die besten Referenzen: Der Vatikan nannte sie eine "nihilistische Neurotikerin", Martin Mosebach einen der "dümmsten Menschen der westlichen Hemisphäre". Die Romanautorin und Dramatikerin wurde mit Preisen überschüttet (Literaturnobelpreis, Heinrich-Böll-Preis, Bremer Literaturpreis, Heinrich-Heine-Preis, Mülheimer Dramatikerpreis, Franz-Kafka-Preis, Georg-Büchner-Preis., u.v.a. mehr).
Wir nähern uns dem Werk und der öffentlichen Person der österreichischen Schriftstellerin ("Ich bin ein Zombie. Ich lebe nicht.") via des Mediums Martina Grohmann. Ein durch und durch lebensbejahender Abend über eine Erzählerin, die nicht "ich" sagen kann und will und ihr Publikum dazu bringen möchte, sich zu sagen: "Das kann so eigentlich nicht alles stimmen. Oder: Das ist eigentlich wahr, aber das sagt so niemand."
Elfried Jelinek: "(…) Ich strebe heute mit meinem Schreiben nur noch das Überleben an. Ich werfe mich, indem ich schreibe, aus mir heraus. Denn wenn ich mir meiner Identität bewußt werde, bin ich tot. Ich will mich nicht kennenlernen. Ich lebe aus zweiter Hand, aber ich beklage mich nicht. Ich bin an der Lebensferne, die meine Krankheit ist, selber schuld. Mein Selbsthaß kommt jeden Tag. Ich weiß, daß ich mit dem Schreiben nichts ändere. Aber was soll ich sonst tun? Ich kann ja nichts anderes. Das Schreiben ist für mich ein Segen, weil ich dazu das Haus nicht verlassen muß. Wäre ich nicht Schriftstellerin, wäre ich Sozialrentnerin."
 

Fanfilm, der Jelineks Leben stichwortartig einem internationalem Publikum näher bringen will:

https://www.youtube.com/watch?v=7Ac6VOOBwSk